Elektrolyte

Montag, 01. Juli 2019

Elektrolyte

Regulation des Wasserhaushaltes

Was sind eigentlich Elektrolyte?
Elektrolyte sind Mineralstoffe, Spurenelemente und Salze. Der Name kommt von ihrer Eigenschaft, elektrischen Strom leiten zu können. Im Organismus des Pferdes, wie auch beim Menschen, haben sie die wichtige Aufgabe der Flüssigkeitsverteilung und der Regulation des Wasserhaushalts. Einige wichtige Elektrolyte sind z. B. Kalium, Magnesium, Natrium, Calcium, Phosphor. Der Körper kann Elektrolyte nicht selbst herstellen, daher müssen sie über das Futter zugeführt werden.

Wasserhaushalt im Organismus des Pferdes
Sehr wichtig für einen gesunden Organismus ist die Aufnahme von genügend Wasser. 30 – 50 Liter pro Tag sind je nach Wetter und je nach Belastung normal. Diese enormen Mengen Wasser werden im Organismus für viele Funktionen benötigt, aber v.a. dient Wasser als Transportmittel von Nährstoffen. Viele Stoffwechselabfallprodukte können nur abtransportiert und ausgeschieden werden, wenn sie in einer bestimmten Konzentration in Wasser aufgelöst sind. Außerdem hat Wasser die wichtige Funktion der Wärmeregulation.

Wärmeregulation
Die Wärmeregulation des Pferdes funktioniert wie bei uns Menschen über die Haut. Ist der Körper durch Training und durch heiße Temperaturen überhitzt, gibt der Körper Wasser + Elektrolyte (Schweiß) über die Haut nach außen ab, um die Körpertemperatur des Pferdes konstant zu halten. Durch den Vorgang des Schwitzens wird zunächst Wasser auf dem Fell verteilt. Dieser Wasserfilm verdunstet mithilfe der überschüssigen Körperwärme, die sich dadurch wiederum verbraucht und den Körper angenehm abkühlt.

Wodurch hat mein Pferd Flüssigkeitsverluste?
Durch hohe, sommerliche Temperaturen schwitzen die Pferde kontinuierlich. Was bedeutet, dass sie viel mehr Wasser verbrauchen als üblich. Wird das Pferd dann noch extremer Belastung ausgesetzt, produziert zum Beispiel ein 600 kg schweres Pferd an heißen Tagen in fünf bis sieben Stunden bis zu 35 - 45 Liter Schweiß. Das sind etwa 7 % des Körpergewichts. Mit dem Pferdeschweiß gehen neben Wasser auch erhebliche Mengen Natrium-Chlorid (Kochsalz), Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Zink, Eisen und Kupfer verloren – unter Extrembedingungen bis zu mehreren Hundert Gramm an nur einem Tag.

Ebenfalls haben Pferde einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf, wenn Sie zum Beispiel an Durchfall erkrankt sind, weil dann jede Menge Wasser über den Kot verloren geht.

Richtig füttern – Flüssigkeitsverluste ausgleichen
Neben dem verloren gegangenen Wasser müssen daher auch diese Elektrolyte schnellstmöglich ersetzt werden. Bei häufigem und starkem Schwitzen ist das nicht alleine über einen Salzleckstein möglich. Es fehlen darüber hinaus auch weitere wichtige Elektrolyte. Stiefel bietet Elektrolyte in Pulver und flüssiger Form an. Dabei handelt es sich um ein wasserlösliches Diät-Ergänzungsfuttermittel zum Ausgleich von Elektrolytverlusten bei übermäßigem Schwitzen für Pferde und zur Stabilisierung des Wasser- und Elektrolythaushaltes bei Fohlen.

Tipps
Eine pferdegerechte Ernährung mit viel Rohfaser durch Weidegras und vor allem Heu bindet Wasser im Darm und stellt ein stilles Reservoir für Belastungen an heißen Tagen dar!

Zudem sollte man bei heißen Temperaturen für das Training auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden ausweichen, um zu starkes Schwitzen zu vermeiden.