Das Immunsystem

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Das Immunsystem

Was ist eigentlich das Immunsystem?
Es ist ein körpereigenes Abwehrsystem, welches das Pferd vor äußeren, schädlichen Einflüssen wie zum Beispiel Krankheitserregern oder Giften schützt und verteidigt. Es durchzieht den gesamten Körper wie ein Netz. Die Haut, die Schleimhäute, der Speichel, der Magen, die Milz, die Lymphknoten, die Mandeln, der Darm sind alles wichtige Organe, die zusammenspielen müssen, um eine intakte Immunabwehr gewährleisten zu können.

Die Haut zum Beispiel als das größte Organ des Pferdes umhüllt komplett das Körperinnere, hält es zusammen und schützt es. Sie verhindert durch ihr leicht saures Milieu das Eindringen von fremden Keimen. Der Speichel und auch die Tränenflüssigkeit schützen, durch darin enthaltene Enzyme, vor Keimen. Der Magen produziert Magensäure, die viele Keime abtöten kann, wenn sie in den Körper eindringen. Dieses Abwehrsystem ist angeboren, jedoch gibt es auch unterschiedliche Abwehrmechanismen, die erst durch den Kontakt mit einem Erreger erlernt und bei Bedarf aktiviert werden. Störungen im Immunsystem sind die Ursachen für Allergien (Überreaktionen des Körpers) oder auch für Immunschwäche.

Wichtig für ein gesundes und starkes Immunsystem ist mitunter die Haltung des Pferdes, aber besonders wichtig ist die richtige Fütterung.

Das Pferd ist, was es frisst.
Eine richtige und artgerechte Fütterung ist die Grundlage für ein gesundes Immunsystem:
Das Pferd benötigt als Dauerfresser ausreichend Heu und Rohfaser, kaum oder besser noch keine Fresspausen und eine gute Grundmineralisierung. Lebensnotwendige Spurenelemente und Vitamine, die das Pferd nicht selbst herstellen kann, müssen über das Futter zugeführt werden. Der Darm als zentrales Organ des Stoffwechsels stellt unter anderem einen wichtigen Lebensraum für Mikroorganismen dar, welche für wichtige Stoffwechselvorgänge essentiell sind.

Herausforderung für das Immunsystem
Jedes Jahr tauscht das Pferd fast sein komplettes Fellkleid aus. Und das alle Jahre wieder nicht nur im Herbst sondern auch im Frühjahr. Der Fellwechsel bedeutet für das Pferd einen enormen Aufwand. Es werden viele Nährstoffe und auch viel Energie dafür aufgewandt. Dadurch fehlen dem Körper oftmals Stoffe, die wiederum ein starkes Immunsystem ausmachen.

Werden die Pferde im Herbst aufgestallt, ändern sich auch die Licht- und Luftverhältnisse. Die Luft wird trockener und staubiger. Die Pferde bekommen weniger Sonnenlicht ab und haben meist weniger Bewegung, was sich auch auf den Stoffwechsel auswirkt. Dazu macht auch noch die Futterumstellung von Gras auf Heu dem Darm zu schaffen. Wichtige Nährstoffe, die auf den Sommerweiden vorhanden waren, fehlen nun.

In der kalten Jahreszeit steht das Immunsystem des Pferdes dann noch vor weiteren besonderen Herausforderungen. Die Temperaturen gehen runter. Das Klima und der Boden wird feuchter, die Winde werden stärker. Zusammenbetrachtet sind das viele Hürden die es zu überbrücken gilt. Daher ist das leider auch die Zeit, wo die Pferde am anfälligsten sind für Krankheiten wie Erkältungen und Husten, aber auch Mauke.

Prophylaxe und Unterstützung
Über die Fütterung können wir das Pferd in dieser Zeit sehr gut unterstützen und auch Erkrankungen vorbeugen bzw. die Infektionszeit verkürzen. Die Stiefel Immunkräuter enthalten verschiedene Kräuter - wunderbar aufeinander abgestimmt - um das Immunsystem zu stimulieren und zu stärken. Mit Hagebutte, Echinacea, Süßholz, Taigawurzel, Pfefferminz, Goldrute. Diese Kräuter sind dafür bekannt, dass sie das Immunsystem unterstützen. Hagebutte enthält beispielsweise sehr viel Vitamin C, Süssholz wird eine antibiotische Wirkung nachgesagt, Echinacea soll die Infektionszeiten verkürzen. Die Stiefel Immunkräuter können vorbeugend gefüttert werden aber auch im akuten Krankheitsfall, damit das Immunsystem schneller mit den Erregern im Körper fertig werden kann. Besonders intensiv ist die Wirkung, wenn man die Kräuter als Tee zufüttert. Dafür werden die Kräuter einfach mit warmem Wasser übergossen. Nachdem sie etwas abgekühlt sind, kann man die Kräuter und den Sud einfach unter das Futter mischen.

Zink zählt zu den lebensnotwendigen Spurenelementen und ist sehr wichtig für ein intaktes Immunsystem. Zink kann leider nicht wesentlich im Körper gespeichert werden und muss daher regelmäßig über das Futter zugeführt werden. Vor allem, da bekannt ist, dass in unseren Regionen in den Böden und daher auch im Grundfutter nur noch wenig Zink vorhanden ist. Die Zufütterung ist vor allem wichtig in Zeiten mit erhöhtem Zinkbedarf wie zum Beispiel in der Fellwechselzeit oder wenn bereits eine Erkrankung vorliegt. Eine Zufütterung macht auch Sinn, wenn das Immunsystem vor besonderen Herausforderungen steht und generell gestärkt werden sollte. Stiefel Zink Plus eignet sich hervorragend um den erhöhten Zinkbedarf auszugleichen.
Es enthält neben Zink noch weitere Spurenelemente, in einem optimal zueinander abgestimmten Verhältnis. Alle Spurenelemente sind organisch gebunden und werden daher optimal vom Körper verwertet.

Schwarzkümmel ist ein Gewürz aus der östlichen Welt und wird seit Tausenden von Jahren als Heilmittel eingesetzt. Es gibt etliche Studien dazu, wie der Schwarzkümmel das Immunsystem positiv beeinflussen kann. Er kann den Körper bei der Bildung von wichtigen Knochenmarkszellen unterstützen und die Interferon-Produktion fördern. Interferon schützt normale Zellen vor den schädlichen Effekten viraler Erkrankungen und zerstört krankhafte Zellen. Außerdem wird dadurch die Anzahl der B-Zellen erhöht, welche Antikörper produzieren. Außerdem enthalten vor allem der Schwarzkümmelsamen und das Schwarzkümmelöl wertvolle Omega-3-Fettsäuren, welche dafür bekannt sind, dass Sie entzündungshemmend wirken sollen. Die Pellets sind etwas fettärmer, aber verfügen über die ähnlichen Eigenschaften wie der Samen bzw. das Öl. Die Stiefel Schwarzkümmel Pellets sind kaltgepresst und fütterungsfertig. Besonders erfolgreich wird der Schwarzkümmel in der Pferdefütterung bei Pferden mit Atemwegserkrankungen eingesetzt, aber auch bei Hautproblemen wie dem Sommerekzem.